Die Wesen in meinen Bildern haben inzwischen Papiere. Vier Titel, vier Echtheitszertifikate, jeweils dreißig mal vierzig Zentimeter. Ihre Angelegenheiten sind geordnet. Was sie eigentlich sind, steht allerdings nirgendwo.
Vom 29. Oktober bis 1. November 2026 werden vier Arbeiten aus meiner neuen, noch entstehenden Serie auf der Discovery Art Fair Frankfurt gezeigt, bei der JS Gallery by Institute of Mediterranean Culture, Stand B7. Dort bekommen Lebensformen, für die es in der Biologie keinen vorgesehenen Platz gibt, einen durchaus präzisen Ort im Messeplan.
Sie heißen Neuroplasmic Proliferation, Venosic Transference, Osmotic Constellation und Bipolar Confluence. Mit solchen Namen könnte man sie vermutlich an einer wissenschaftlichen Konferenz anmelden. Man müsste nur darauf hoffen, dass niemand nach ihren Forschungsergebnissen fragt.
Es sind imaginäre Lebensformen zwischen Pflanzen, Zellen und unbekannten Wesen. Ich lege nicht fest, woher sie kommen, was sie miteinander verbindet oder was zwischen ihnen geschieht. Ihre Namen helfen, die Bilder auseinanderzuhalten. Die Ungewissheit wird dadurch nicht kleiner.
Über die Herkunft der Werke kann ich dagegen Auskunft geben. Sie begann in meinen eigenen Gemälden. Von dort führte der Weg durch eine längere Arbeit mit künstlicher Intelligenz und schließlich auf die Leinwand, an der ich mit Farbe weiterarbeitete. Auf den Zertifikaten steht mein Name.
Damit wäre die Sache für den Kunstbetrieb zunächst geklärt.
Nur ist Herkunft eine merkwürdige Angelegenheit. Kaum hat man einen Anfang gefunden, lässt sich fragen, was davor war. Vor diesen Bildern meine anderen Bilder. Vor ihnen eine Künstlerin mit ihren Erfahrungen, ihrer Wahrnehmung, ihren Händen. Und vor diesen Händen eine Geschichte, die so weit zurückreicht, dass das Wort „meine“ darin irgendwann seinen Halt verliert.
Die Verwandtschaft wird unübersichtlich
Die Hand, die einen Pinsel hält, ist aus Stoffen aufgebaut, deren Geschichte lange vor der Malerei begonnen hat. Lange vor irgendeiner Hand. Ein Teil dieser Geschichte spielte sich in Sternen ab, die es längst nicht mehr gibt.
Man kann das einen schönen Gedanken nennen. Man kann auch kurz aufhören, ihn schön zu finden, und bemerken, wie sonderbar er ist. Das sehr Alte ist nicht irgendwo weit entfernt geblieben. Es ist hier und hält eine Tasse, sucht einen Schlüssel oder trägt Farbe auf eine Leinwand auf. Es muss sich beeilen, weil es einen Termin hat.
Mensch, lebendige Natur und digitale Technik gehören derselben physikalischen Wirklichkeit an. Ein Elektron in einer Nervenzelle ist dieselbe Art elementarer Teilchen wie ein Elektron in einem Halbleiter. Die chemischen Elemente unseres Körpers haben eine kosmische Geschichte; viele entstanden durch Prozesse in Sternen. Zwischen dem Lebendigen und dem Künstlichen verläuft deshalb keine grundsätzliche Grenze im Stoff, aus dem sie bestehen.
Damit gerät eine bequeme Ordnung ins Wanken. Wir können einen Computer in den Elektromarkt stellen und eine Pflanze in den Garten. Die Welt hält sich unterhalb dieser Einteilung jedoch an dieselben Naturgesetze. Das Elektron führt keinen Nachweis darüber mit, ob es an einem Gedanken oder an einer Berechnung beteiligt ist.
Sternenstaub ist dabei kein einheitliches kosmisches Pulver, aus dem man nach Bedarf einen Menschen, einen Stein oder einen Laptop knetet. Die Elemente haben unterschiedliche Entstehungsgeschichten; Wasserstoff reicht bis ins junge Universum zurück, während Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Geschichte von Sternen verbunden sind. Die Europäische Südsternwarte ESO beschreibt diese Herkunft. Schon die Materie einer einzigen Hand führt auf mehrere Wege in die Vergangenheit.
Und trotzdem sitzt man mit dieser Hand irgendwann vor einem Bild und weiß nicht, ob die nächste Farbe richtig ist.
Entscheidend ist die Organisation der Materie: ihre Strukturen, ihre Wechselwirkungen und die Prozesse, die daraus hervorgehen. Identische physikalische Grundlagen können radikal verschiedene Erscheinungsformen ermöglichen.
Die gemeinsame Herkunft erleichtert uns also nicht die ganze Arbeit. Aus ihr lässt sich weder ein Mensch zusammensetzen noch ein Bild beurteilen. Man kann die Bestandteile benennen und steht immer noch vor der Frage, wie aus ihnen gerade dieses Gegenüber geworden ist.
Vielleicht beginnt hier die eigentümliche Nähe zu einem erfundenen Wesen. Sein Körper braucht unserem kaum zu ähneln. Es genügt die Möglichkeit, dass dieselbe Welt auch anders hätte Gestalt annehmen können. Die Natur hat uns schließlich kein Versprechen gegeben, dass alles Lebendige so aussehen müsste, dass wir es sofort erkennen.
Meine Formen dürfen an dieser Ungewissheit wachsen. Für Frankfurt passen vier von ihnen auf Leinwände. Die Frage nach ihrer Verwandtschaft ist wesentlich größer.
Der Umweg durch die Maschine
Bevor sie dort ankamen, waren sie bereits in meiner Malerei zu Hause. Ich habe meine eigenen Gemälde zum Ausgangspunkt genommen und daraus mit KI neue Bildwelten entwickelt. Die digitale Arbeit begann also mit etwas, das schon eine Geschichte hatte: mit gemalten Formen, mit Entscheidungen, die auf einer Fläche sichtbar geworden waren.
Ein Bild weiterzuentwickeln hat etwas von einer Übersetzung, bei der sich auch die Sprache verändern darf. Was erhalten bleibt, lässt sich nicht allein an einer ähnlichen Kontur erkennen. Eine neue Fassung kann dem Ausgangsbild äußerlich nahe sein und doch etwas von seiner Spannung verlieren. Eine andere kann weit davon abweichen und plötzlich eine Möglichkeit zeigen, die man weiterverfolgen möchte.
Hier lässt sich kein Bild einfach durch das nächste ersetzen. Die ursprünglichen Gemälde bleiben als Werke bestehen. Aus ihnen entwickeln sich weitere Arbeiten, und zwischen diesen Arbeiten entstehen Beziehungen, für die eine gerade Fortschrittslinie zu ordentlich wäre.
Der Umweg führt durch eine Maschine. Ausgerechnet sie hilft dabei, neue Erscheinungen imaginären Lebens hervorzubringen. Man könnte das als hübschen Widerspruch betrachten und damit abschließen. Aber dann würde man genau an der Stelle aufhören, an der die Sache unbequem wird: Was stellen wir uns eigentlich unter dem Gegensatz vor?
Biologische Organismen regulieren sich durch Stoffwechsel, chemische Kommunikation, elektrische Aktivität und Rückkopplungen. Sie erhalten und verändern ihre Strukturen fortlaufend. Computersysteme arbeiten dagegen mit technisch erzeugten Schaltzuständen und mathematisch organisierten Operationen. Der Unterschied ist real – doch er liegt in der Funktionsweise, nicht in einer besonderen „lebendigen“ oder „digitalen“ Materie.
Der Unterschied ist groß genug, um ihm Aufmerksamkeit zu schenken. Er braucht keine zwei getrennten Schöpfungen. Auf der einen Seite ein Körper, der sich am Leben erhält. Auf der anderen ein technisch gebautes System. Die gemeinsame physikalische Welt bringt sehr verschiedene Arten hervor, in ihr tätig zu sein.
Moderne KI-Systeme führen nicht bloß einzeln vorformulierte Antworten aus. Im Training entstehen komplexe innere Parameterstrukturen, durch die ein System neue Ausgaben erzeugen und Zusammenhänge verarbeiten kann. Solches Verhalten lässt sich mit dem Begriff Emergenz betrachten: Aus dem Zusammenspiel zahlreicher einfacher Prozesse entstehen Eigenschaften, die auf der Ebene einzelner Bausteine nicht sichtbar sind. Emergenz allein ist allerdings kein Beleg für Bewusstsein.
So entsteht ein Bild imaginären Lebens in einem Prozess, an dem Leben und Technik beteiligt sind. Wer dabei nach einer sauber gezogenen Grenze sucht, muss immer wieder neu ansetzen. An den verwendeten Stoffen? An der Entstehung des Motivs? An der Entscheidung, welche Möglichkeit weiterbearbeitet wird?
Spätestens bei dieser Entscheidung sitzt die Künstlerin wieder mit am Tisch. Sie hat Vorstellungen, erkennt etwas wieder, findet etwas unpassend. Es wäre verführerisch, ihr nun den Platz der vollkommen freien Instanz zuzuweisen, die von außen über das Geschehen entscheidet.
Leider kommt auch sie irgendwoher.
Die Künstlerin hat ebenfalls eine Vorgeschichte
Ein Bild trägt Spuren von Entscheidungen. Eine Entscheidung trägt Spuren eines Lebens. Man muss dafür keine geheime Biografie aus einem Farbauftrag herauslesen. Schon dass eine bestimmte Möglichkeit auffällt und eine andere unbeachtet bleibt, hat mit einer Wahrnehmung zu tun, die sich entwickelt hat.
Auch menschliches Verhalten entsteht nicht aus uneingeschränkter Freiheit. Gene, körperliche Voraussetzungen, Umwelt, Erfahrungen und soziale Beziehungen setzen Bedingungen. Das Genom ist dabei kein starrer Lebensfahrplan: Entwicklung und Verhalten entstehen in dynamischer Wechselwirkung mit der Umgebung. Ebenso werden KI-Systeme durch Architektur, Trainingsverfahren, Daten und Nutzungskontexte geprägt – auf andere Weise, aber ebenfalls innerhalb von Bedingungen.
Man kann sich bei dem Gedanken ertappt fühlen. Eben war man noch jemand mit einem eigenen Geschmack. Jetzt hat sogar dieser Geschmack eine Vorgeschichte. Und womöglich enthält sie Dinge, die man sich nicht ausgesucht hat.
Die eigene Entscheidung wird dadurch nicht belanglos. Sie bekommt Gewicht. Sie fällt in einem bestimmten Leben, an einer bestimmten Stelle, mit Möglichkeiten, die sich später vielleicht anders darstellen werden. Wer eine Richtung weiterverfolgt, lässt andere zunächst liegen. Ein fertiges Bild zeigt irgendwann auch die Grenze eines Weges: Bis hierher, so, in dieser Gestalt.
Die einfache Gegenüberstellung „freier Mensch – programmierte Maschine“ greift deshalb zu kurz. Auch der Begriff Autonomie muss präzisiert werden: Geht es um selbstständige Zielwahl, Lernfähigkeit, Selbstregulation oder die Fähigkeit, sich materiell selbst zu erhalten? Ohne solche Unterscheidungen bleibt ein Vergleich unbestimmt.
Im Atelier werden diese Unterscheidungen sehr konkret. Eine neue Bildmöglichkeit liegt vor. Was daraus wird, ist eine weitere Aufgabe. Die bloße Tatsache, dass sie erzeugt werden konnte, sagt noch nicht, welchen Platz sie in der eigenen Arbeit bekommen soll.
Für meine vier Frankfurter Werke führte der Weg zurück zum Material. Die digital entwickelten Motive wurden auf Leinwand gedruckt. Anschließend habe ich sie mit Farben, fluoreszierenden Pigmenten und Malgel weiterbearbeitet, mit Firnis versehen und handsigniert.
Da ist sie wieder, die Hand mit ihrer unwahrscheinlichen Vergangenheit. Sie arbeitet an etwas weiter, das einen anderen Weg durch dieselbe Welt genommen hat.
Die Unterschrift setzt darunter einen Namen. Sie kann Verantwortung für ein Werk übernehmen. Den ganzen Kosmos muss sie dafür glücklicherweise nicht erklären.
Eine Form braucht einen Ort
Die Rückkehr auf die Leinwand ist ein eigentümlicher Moment in dieser Geschichte. Ein Motiv, das digital entwickelt wurde, bekommt eine feste Größe. Es lässt sich auf einem Bildschirm weiterhin verkleinern oder vergrößern; das Werk selbst beansprucht nun seine dreißig mal vierzig Zentimeter. Mit der malerischen Bearbeitung kommt eine Oberfläche hinzu, die tatsächlich aus Material besteht.
Man kann sich ihr nähern. Man kann einen Schritt zurücktreten. Der Körper des Betrachtenden ist an dieser Begegnung beteiligt, und auch er lässt sich nicht nach Belieben größer oder kleiner ziehen.
In lebenden Systemen beeinflussen genetische Codes, Signalwege und neuronale Aktivitätsmuster das Verhalten. In KI-Systemen wirken mathematisch repräsentierte Parameter, Eingaben und interne Zustände zusammen. In beiden Fällen ist Information an physikalische Träger gebunden und erhält ihre Bedeutung durch die Organisation eines Systems. Diese Gemeinsamkeit eröffnet einen produktiven Vergleich, ohne DNA, Gehirn und neuronales Netz gleichzusetzen.
Auch ein Bildmotiv reist durch seine verschiedenen Zustände auf Trägern. Es gibt keinen Augenblick, in dem es als reine Idee im freien Raum schwebt und auf eine Gelegenheit wartet, wieder Materie anzunehmen. Selbst dort, wo wir von einer digitalen Welt sprechen, arbeiten Geräte. Die scheinbare Leichtigkeit hat Gewicht, braucht Energie und einen Ort.
In den vier Arbeiten ist dieser Weg nun an Farbe, Leinwand und Malgel gebunden. Er hat eine Oberfläche bekommen, vor der ein anderer Mensch stehen kann. Was unterwegs aus dem ursprünglichen Gemälde geworden ist, begegnet ihm in dieser Gestalt.
Man könnte versuchen, jeden Übergang sauber mit „natürlich“ oder „künstlich“ zu beschriften. Die Farbe, der Druck, der Rechner, die Hand. Irgendwann wäre die ganze Arbeit voller kleiner Schilder, und man sähe das Bild kaum noch.
Menschen sind aus natürlichen Prozessen hervorgegangen und entwickeln technische Systeme, die wiederum neue Formen komplexer Informationsverarbeitung ermöglichen. Künstliche Intelligenz steht damit nicht außerhalb der Natur. Sie ist eine durch menschliche Kultur und Technik vermittelte Möglichkeit derselben physikalischen Welt. „Künstlich“ beschreibt ihre Entstehungsweise – nicht eine Abwesenheit von Naturgesetzen.
Damit werden die Schilder nicht nutzlos. Sie erzählen etwas über Verfahren, Unterschiede und Entscheidungen. Nur die große Grenze, die wir manchmal zwischen uns und unseren Erfindungen vermuten, lässt sich mit ihnen nicht einfach auf den Boden kleben.
Die Wesen auf den Leinwänden bleiben währenddessen schwer einzuordnen. Vielleicht passt das ganz gut zu ihrer Herkunft.
Hinter geschlossenen Augen
Die Leinwand ist jetzt da. Ihre Abmessungen lassen sich prüfen, die verwendeten Materialien benennen. Beim Betrachten ist jedoch noch jemand anwesend, der sich auf diese Weise nicht erschöpfend beschreiben lässt. Auch der Mensch vor dem Bild hat einen Körper. Wie es sich anfühlt, dieser Mensch zu sein, erfährt man aus seinen Maßen nicht.
Mich interessiert die Welt, wie sie sich anfühlt, wenn man die Augen schließt.
Ein Körper hat eine messbare Größe. Das innere Leben hält sich an keine vergleichbare Skala. Eine Erinnerung kann mehr Raum einnehmen als die Umgebung, in der man gerade sitzt. Eine kurze Abwesenheit kann schwerer wiegen als alles, was sichtbar vorhanden ist. Man kann sehr nah neben einem Menschen stehen und nicht wissen, wie weit weg er sich fühlt.
Die gemeinsame materielle Herkunft schafft Verwandtschaft. Sie erspart uns diese Entfernung nicht.
Vielleicht liegt darin die melancholische Seite des Sternenstaubs. Er klingt zunächst nach einem Versprechen: Du gehörst zu etwas unvorstellbar Großem. Doch in diesem großen Zusammenhang ist jedes einzelne Leben an eine besondere, verletzliche Gestalt gebunden. Dass die Stoffe eine lange Geschichte haben, macht die Zeit eines Menschen nicht länger. Die Vorstellung, dass Materie weiterbesteht, bringt eine verstummte Stimme nicht zurück.
In der Malerei kann eine Form für eine Weile bleiben. Eine Bewegung lässt sich ahnen, ohne zu Ende geführt werden zu müssen. Zwischen zwei Formen kann etwas offenstehen. Das Bild verlangt nicht, dass die Begegnung auf der nächsten Seite bereits entschieden ist.
Meine imaginären Wesen gehören für mich zu dieser Erforschung des Lebens. In ihnen berühren sich kosmische Weite und persönliche Empfindung. Sie können an Pflanzen oder Zellen erinnern und zugleich etwas aufrufen, das sich mit einem biologischen Namen nicht fassen lässt. Nähe etwa. Fremdheit. Die Ungewissheit, ob etwas gerade entsteht oder sich entzieht.
Ich möchte ihnen dafür keine vollständige Geschichte vorschreiben. Wer sie sind, woher sie kommen und was zwischen ihnen geschieht, bleibt offen. Wenn ich jede Beziehung benennen würde, bekäme die Ungewissheit einen erklärenden Text und müsste gehen. Gerade sie soll bleiben dürfen.
Auch die Frage nach Bewusstsein wird durch diese Bilder nicht entschieden. Sie verschiebt sich in die Begegnung: Was an einer Form lässt uns ein Inneres vermuten? Wie wenig brauchen wir, um uns vorzustellen, dass es für dieses fremde Etwas eine eigene Art geben könnte, da zu sein?
Ein Bild kann uns keine Erfahrung eines anderen Wesens aushändigen. Es kann einen Ort offenhalten, an dem wir nach ihr fragen.
Wieder bei Stand B7
Die vier Bilder hängen an der Wand. Hinter jedem Werk befindet sich das zugehörige Echtheitszertifikat. Die Zertifikate tun, was sie können: Sie nennen die Künstlerin, das Werk, das Jahr, die Maße und das Material. Sie bestätigen, dass es sich um Unikate handelt. Niemand sollte ihnen vorwerfen, dass sie über das Leben im Allgemeinen keine Auskunft geben.
Die vier Arbeiten sind 2026 entstanden, Mixed Media auf Leinwand, jeweils 30 × 40 Zentimeter. Sie gehören zu einer Serie, an der ich weiterarbeite. Eine weitere Form, ein anderes Verhältnis im Bild, ein neuer Weg durch die digitale und die malerische Arbeit kann die Geschichte fortsetzen. Wohin, muss sich zeigen.
Vorerst haben die Werke eine Adresse in Frankfurt. Die Discovery Art Fair findet in Halle 1.2 der Messe Frankfurt statt. Der 29. Oktober ist mit dem First-Choice-Termin von 16 bis 21 Uhr geladenen Gästen vorbehalten. Öffentlich zugänglich ist die Messe vom 30. Oktober bis 1. November: Freitag und Samstag von 11 bis 20 Uhr, Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Bei der JS Gallery am Stand B7 lassen sich die vier Arbeiten in ihrer tatsächlichen Größe und Materialität sehen.
Ein kleiner Ausschnitt der Welt betrachtet dort womöglich einen anderen. Auf der einen Seite die bemalte Leinwand, auf der anderen ein Mensch mit einer eigenen Vergangenheit. Dazwischen das Licht und etwas, das sich in keinem Herkunftsnachweis unterbringen lässt.
Vom Mikrokosmos der Teilchen bis zum Makrokosmos der Sterne zeigt sich eine Welt voller Beziehungen und Wechselwirkungen. Lebendiges und Technisches, Natürliches und Künstliches sind darin miteinander verflochten.
Unterschiedliche Formen – eine gemeinsame, vielgestaltige Wirklichkeit.
Ich hoffe, dass meine Werke und die Wesen darin im Betrachter wirklich etwas berühren. Dass aus der Begegnung mit einem Bild ein eigenes inneres Erleben entsteht.
Vielleicht spielt der Weg, auf dem das Werk entstanden ist, in diesem Moment kaum noch eine Rolle. Wichtig ist dann das, was der Betrachter tatsächlich empfindet. Für dieses persönliche Erleben möchte ich mit meinen Bildern einen Raum öffnen.
Wenn du mit mir über die Bilder oder die Gedanken in diesem Artikel sprechen möchtest, schreib mir gern eine E-Mail oder kontaktiere mich auf Instagram bei @orba_generativ. Dort findest du auch weitere Einblicke in meine Bildwelten mit KI.